Dannenröder Wald

Der Dannenröder Wald zwischen Kassel und Marburg soll einem Teilstück der lange geplanten A 49 weichen. Um seine Rodung zu verhindern, halten Aktivisten ihn seit einem Jahr besetzt.

Durch die geplante A 49 sollen die Städte Gießen und Kassel miteinander verbunden werden. Dort gibt es zwar schon eine Autobahn (die A 5 bzw. 7), diese macht aber einen kleinen Umweg.

Im November 2019 hatte der BUND Hessen Klage gegen den Bau der A 49 beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingereicht. Die Klage wurde abgewiesen, weil die Autobahn zwar heute nicht mehr genehmigt werden dürfte, sie jetzt zu stoppen aber „nicht verhältnismäßig“ sei.

Die A 49 soll im Dannenröder Wald in ein Wasserschutzgebiet gebaut werden. Aus diesem Wasserschutzgebiet beziehen 500 000 Menschen ihr Trinkwasser. Das ist in Zeiten der Wasserknappheit kaum zu verantworten.

Vorteilhaft ist die Autobahn für ein Werk von Ferrero im nahe gelegenen Stadtallendorf. Damit der Lieferverkehr noch schneller laufen kann, soll ein Trinkwasserschutzgebiet gefährdet und eine artenreiche Landschaft zerschnitten werden. Angesichts der Klimakrise ist die Zerstörung gesunder CO2-bindender Mischwälder für den Ausbau weiterer Straßen unverantwortlich.

Weitere Informationen unter:

https://www.stopp-a49-verkehrswende-jetzt.de/

https://www.heise.de/tp/features/Wald-statt-Asphalt-4884771.html

https://www.bund-hessen.de/waelder/keine-a-49-dannenroeder-forst-retten/

https://waldstattasphalt.blackblogs.org/

Es gibt auch eine Petition:

https://weact.campact.de/petitions/ausbaustopp-a49-rettet-den-dannenroder-forst-und-herrenwald

Ein Gedanke zu „Dannenröder Wald

  1. Markus Michl

    Liebes P4F,
    Viel mehr ausser Lippenbekenntnisse scheinen Friday for Future und seine Ableger (inklusive Ex.Rebellion) nicht auf den Weg zu bringen,was die Gegenwehr bei der derzeitigen Abholzung des Dannenröder Waldes betrifft! Es ist halt bequemer,in der City und gegen SUVs zu demonstrieren und ein Happening daraus zu machen,als sich real Polizisten in den Weg zu stellen. Protestkultur erkenne ich leider nicht, schade.

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