Aktionswochenende von Ende Gelände im Rheinland

Parents for Future Germany solidarisiert sich mit Ende Gelände anlässlich des Aktionswochenendes im Rheinland und verurteilt die aggressive Polizeistrategie!

„Parents for Future Germany unterstützt die Forderungen von Ende Gelände nach einem Stopp der Verbrennung fossiler Energieträger. Neben einem schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung richtet sich der Protest zu Recht auch gegen die Verbrennung von Gas als sogenannter Übergangslösung.
Wir stehen solidarisch zu Ende Gelände, wenden uns strikt gegen die Kriminalisierung dieses wichtigen Teils der Klimagerechtigkeitsbewegung und verurteilen auf das schärfste die dokumentierte Polizeigewalt durch Fausthiebe, Pfefferspray, Polizeihunde und anderes mehr!
Wir stehen an der Seite der 3.000 Aktivist*innen von Ende Gelände, die an diesem Wochenende einmal mehr deutlich machen, wie dringend die gesellschaftliche Transformation mit dem Ziel der Klimaneutralität ist!“

https://koelle4future.de/blog/2020/09/26/klimaschutz-ist-kein-verbrechen/

Letztes Wochenende (23. – 28.09.2020) gab es eine große Aktion von EndeGelände im Rheinland. Im gesamten Rheinland wurde bei den Protesten Kohle- und Gasinfrastruktur von über 3.000 Aktivist*innen blockiert. Ende Gelände fordert den Ausstieg aus allen fossilen Energieträgern sowie einen grundlegenden Systemwandel.

Dabei setzte der anti-koloniale Aktionsfinger im Sinne der weltweiten Black-Lives-Matter Proteste einen anti-rassistischen klimagerechten Schwerpunkt.

Am Tagebau Garzweiler protestierten am Samstag Fridays for Future und die Initiative Tagebaubetroffener „Alle Dörfer bleiben!“ für Klimagerechtigkeit und den Erhalt der von Abbagerung bedrohten Dörfer. In Keyenberg – einem der bedrohten Dörfer – wurde gestern die Gaststätte des Dorfes von Ende Gelände Aktivist*innen wiedereröffnet.

https://www.ende-gelaende.org/news/pressemitteilung-vom-27-09-2020/

Während der Aktionstage von Ende Gelände im Rheinischen Revier kam es aus Sicht des Bündnisses zu zahlreichen Rechtsverstößen von Seiten der Polizei.

Durch den willkürlichen Einsatz von Polizeihunden und -pferden, Schlagstöcken, Pfefferspray sowie durch Schläge und Tritte wurden zahlreiche Aktivist*innen verletzt – teilweise auch schwer.

Während des Gewahrsams kam es zu rechtswidrigen Körperdurchsuchungen, bei denen Menschen sich vollständig entkleiden mussten. Mindestens eine junge Ende Gelände-Aktivistin wurde von fünf männlichen Polizisten in der Gefangenensammelstelle Aachen dazu genötigt sich vor ihnen nackt auszuziehen. Das ist rechtswidrig, sexistisch und übergriffig. Bei Körperdurchsuchungen wurde nicht immer der Grundsatz der gleichgeschlechtlichen Kontrolle beachtet – ein inakzeptabler Eingriff in die Intimssphäre, vor allem für diversgeschlechtliche Aktivist*innen.

Die Polizei verschleppte Aktivist*innen im Rahmen der Gewahrsamnahme und ließ sie ca. 150 km entfernt wieder frei. Ein solcher “Verbringungsgewahrsam” ist rechtswidrig und dient lediglich der Schikane der Aktivist*innen.

Die Polizei ging mit besonderer Gewalt gegen den antikolonialen Finger vor, eine Aktionsgruppe, zu der auch explizit migrantische Gruppen, Schwarze Menschen und People of Color aufgerufen hatten. Die Polizei versuchte den Zugang zu einem Rechtsbeistand zu erschweren, indem die Nummern des Rechtsbeistands vernichtet wurden. Es ist nicht auszuschließen, dass die besonderen Repressionen mit dem Themenschwerpunkt des Fingers und Rassismus in der Polizei zusammenhängen.

https://www.ende-gelaende.org/news/presseaussendung-vom-28-september-2020/

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